VERBRANNTE HOFFNUNG


So wie die Glut der Zigarette
stinkend am Schluss zu Boden fällt
wie auf der letzten Ruhestätte
hast du mich einfach abgestellt 

So wie das letzte Stück des Bratens
verschimmelt auf dem Teller klebt
lässt Du mich liegen, Zeit des Wartens
bist vollgefressen, sattgelebt. 

So wie die Made nach dem saugen
Mit fremder Kraft zur Schönheit wird
Seh ich nur meine toten Augen
Die Motte, die ums Feuer schwirrt 

So bitter wie die vielen Worte
Die ich jetzt schreibe, hoffnungslos
Gedankenduft der üblen Sorte
Wie Totgeburt in kaltem Schoß 

Ich hole mir die Freiheit wieder
Die meiner Sehnsucht Flügel gibt
Ich brenne meine Hoffnung nieder
Und geh dahin, wo man mich liebt. 

Ich weiß ich muss danach nicht suchen
Ich dreh die Zeit vorwärts zurück
Lass los, ohne Dich zu verfluchen
Und breche auf – zu neuem Glück